22. ALS-Akademie PDF Drucken E-Mail

Björn Kiepe referierte am 20.11.2006 über:

 

Gentechnik in der Agrarwirtschaft

 

 

 

Björn KiepeZum ersten Mal seit Bestehen der ALS-Akademie fing der Vortrag am Montag bereits um acht Uhr an, damit vor allem die Schüler selbst in den Genuss gebracht werden konnten. Thema des Referenten Björn Kiepe, der das Abitur 1997 an der ALS ablegt hat, war die grüne Gentechnik aus dem Blickwinkel der Agrarwissenschaften.

 

Mittlerweile zum "Product Manager Seeds" bei dem globalen Unternehmen Monsanto Agrar aufgestiegen, setzte er dem Fachvortrag jedoch erst mal einige allgemeine Worte zu seinem Werdegang voraus. So stellte er die Wichtigkeit von Praktika und sozialem Engagement in seinem Lebenslauf dar, ebenso wie den Auslandsaufenthalt und das Studium selbst.

Kiepe nahm in seinem Vortrag Bezug auf die Geschichte der Züchtung und der Gentechnik allgemein und speziell in Bezug auf Deutschland. So wurden hierzulande seit 2005 erst vier genveränderte Produkte auf den Markt gebracht, es handelt sich hierbei um den sogenannten Bt-Mais.

 

Der Referent erklärte, welche Institutionen an der Sicherheitsbewertung und Zulassung der dieser Produkte beteiligt sind. Kriterien für die Beurteilung seien hierbei die gesundheitliche Unbedenklichkeit, die Tests auf giftiges und allergisches Potenzial sowie Umweltverträglichkeit, außerdem müsse eine Verbesserung der Sorte aufgetreten sein.

 

Näheres erläuterte der Träger des Förderpreises der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft zu den Verfahren der Gentechnik an sich. Er nannte Praxisbeispiele, wie die Herbizidtoleranz, und weitere erstrebte Merkmale des Saatgutes, die in der Entwicklung stehen. Hierbei führte er die jeweiligen Entwicklungsstadien der Produkte an und machte klar, dass der Weg zum fertigen, getesteten und zugelassenen Produkt sich über Jahre hinzieht. Momentan werden circa 90 Millionen Hektar mit genveränderten Pflanzen, vor allem Mais und Soja, angebaut - Tendenz steigend.

In Deutschland herrsche jedoch noch eine rege Diskussion um dieses Thema, gerade weil es noch keine Langzeitstudien gibt. So empfiehlt Kiepe sich genauer zu informieren, um der Sachlage mit Wissen zu begegnen. Anschließend an den Vortrag fand eine wegen des Zeitmangels kurze Diskussion mit Schülern und Lehren statt, die im Unterricht weitergeführt werden soll.

Anke Grünhaupt, 13c