37. ALS-Akademie PDF Drucken E-Mail

Arne Dyck referierte am 01.04.2011 über:

 

Windenergie - Technik, Zukunft und Jobpotenzial eines regenerativen Energieträgers

 

 Arne Dyck

"Performance Engineer" Arne Dyck spricht über die Nutzung von Windenergie

Über die Nutzung von Windenergie in Deutschland und Europa berichtete der ehemalige Schüler der Alten Landesschule, Arne Dyck, im Rahmen der ALS-Akademie.

Der Abiturient stieg mit dem Lied "Wind Of Change" (Scorpions, 1990) in seinen Vortrag "Windenergie - Technik, Zukunft und Jobpotenzial eines regenerativen Energieträgers" ein und erzählte von seinem Werdegang nach dem Abitur in Korbach, über den Zivildienst und das Maschinenbaustudium bis hin zur Arbeit in der Windbranche bei "Vestas Central Europe".

Mit der Holländer Mühle, einer Holzwindmühle, entstanden im 12. Jahrhundert, gewann die Nutzung der Windkraft in der Technik mehr und mehr an Bedeutung. Das legendäre Windrad "Growian" (1983) führte durch seinen anfänglichen Misserfolg zu einer erfolgreichen Weiterentwicklung in der Windbranche. Heute beträgt die erwartete Lebensdauer einer Anlage circa 20 Jahre.

Dyck wies darauf hin, dass die Windressourcen in Deutschland noch effektiver genutzt werden könnten. Die USA nutzten beispielsweise größere Flächen und bestückten einen Windpark mit rund 300 Anlagen. In Deutschland würden in der nächsten Zeit weniger, aber deutlich größere Anlagen gebaut. Erfolgversprechend seien auch die Offshore Parks, da sie zum einen keine Landschaften zerstörten und zum anderen bessere Windverhältnisse nutzten.

Arne Dyck ging auch auf die Verdienstmöglichkeiten in der Branche ein, die er am Beispiel des "Windmüllers" erläuterte. Als Anfangsvergütung verdiente dieser im Jahr 2009 durchschnittlich 13 ct/KWh mit Offshore Parks und 9,2 ct/KWh mit Onshore Parks. Bis sich die Investitionen von mehreren Millionen Euro rentieren, vergehen einige Jahre.

Um auch die Technik der Windanlagen zu verstehen, gab der "Performance Engineer" einen Einblick in den Aufbau eines Windrades, das sich aus Fundament, Turm (ca. 140 m hoch), Maschinenhaus, Rotorsystem, Kühler und drei Rotationsblättern zusammensetzt. Die Anzahl der Rotationsblätter ergebe sich dadurch, dass eine gerade Anzahl aerodynamisch instabil und fünf Blätter zu aufwendig wären. Ein Rotationsblatt ist 40 bis 50 Meter lang, dreht sich sechs- bis 19-mal pro Minute und erreicht eine "Spitzen"-Geschwindigkeit von bis zu 250 km/h.

Angesichts der Ereignisse in Japan sprach sich der Referent entschieden für weitere Schritte zur Nutzung sauberer Energielieferanten wie Wind, Wasser und Sonne aus.

Nadine Walkenhorst, WLZ

Arne Dyck hat 1999 an der ALS sein Abitur abgelegt.

10/2000 - 12/2006 Studium des allgemeinen Maschinenbaus an der Technischen Universität Darmstadt Studienschwerpunkt: Produktionstechnik

Diplomarbeit am Institute for Marine Technology (IMT) der „Norsk Teknisk Naturvitenskapelige Universitet“ (NTNU) in Trondheim/Norwegen mit dem Thema:“ Active and Passive Vibro-Acoustic Monitoring of Subsea Installations and Pipelines“

Abschluss: Diplom-Ingenieur (12/2006)