27. ALS-Akademie PDF Drucken E-Mail

Alexander Zulauf referierte am 4.10.2007 über:

 

Po-210 - Der Fall Litwinienko

 Alexander Zulauf

Alexander Zulauf, geb. am 6.8.1980 in Kirgisistan
1992 Übersiedlung nach Deutschland
1992-1994 Humboldt-Schule Korbach
1994-2001 Alte Landesschule Korbach, Abitur 2001   
2001-2003 Grundstudium der Chemie, FSU Jena
2003-2005 Hauptstudium der Chemie, Philipps-Universität Marburg, Schwerpunkt: Radiochemie
2006       Diplomarbeit zum Thema „Dissoziation von Fulleren-Molekülionen durch streifende Oberflächenkollision bei niedriger kinetischer Energie"
Zurzeit Doktorand an der Philipps-Universität Marburg, Institut für Radiochemie

Alexander Walterowitsch Litwinenko wurde am 01.11.2006 in London vergiftet. Er verstarb bereits am 23.11.2006. Die Ärzte gingen zunächst von einer Thallium- Vergiftung aus. Ein Tag nach seinem Tod wurde Po-210 in seinem Urin nachgewiesen. Bis heute ist der Fall nicht abschließend geklärt.

Andrej Lugowoj wurde zwar festgenommen und des Mordes beschuldigt, beteuert selbst seine Unschuld. Es gibt auch viele ungeklärte Fragen in diesem Fall. Insbesondere gibt es von der offiziellen Seite keine Angaben über die Menge des radioaktiven Stoffes, die dem Opfer verabreicht wurde.

Aus dem Krankheitsverlauf kann jedoch die verabreichte Menge des Giftes abgeschätzt werden.

Im Vortrag wird auch auf das Isotop Po-210 selbst, bezüglich der Eigenschaften, des Vorkommens und der Verwendung, eingegangen. Ebenfalls werden die biologischen Schäden, die die radioaktive Strahlung verursacht, besprochen. Abschließend werden sechs Mordtheorien vorgestellt. Eine davon ist die Selbstmordtheorie. Angeblich soll sich Litwinenko bei einem Poloniumschmuggel selbst vergiftet haben. Doch es scheint einen Zusammenhang zwischen der Selbstmordtheorie und der Therapie der Thallium-Vergiftung zu geben.